Zielsetzung: Eine Computersammlung von Weltruf zugänglich machen

Realisierung eines eigenen Museums

Seit Mitte der 1960er-Jahre sammeln wir Rechenmaschinen und Computer, deren Komponenten und elektronische Bauteile sowie einschlägige Literatur und Zeitschriften. Exponate aus dieser Sammlung wurden bislang in rund 60 temporären Ausstellungen in Shopping- und Einkaufszentren, Kulturinstitutionen und auf Messen präsentiert.

Diese einzigartige Sammlung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist seit Jahren das erklärte Ziel von Röbi, seinem Sohn Micha Weiss und einer kleinen Gruppe engagierter Mitstreiter.

Der Start

Die Projektinitiantin - Stiftung SCGA

Die 2005 aus der Swiss Computer Graphie Association hervorgegangene Stiftung SCGA hat zum „Zweck, die Anwendung und Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) zu dokumentieren, zu fördern und namentlich deren Geschichte, Inhalte und Nutzen sowie deren innovatives Potential einer erweiterten öltentlichkeit näher zu bringen. [ ... ]". Dies trifft sich mit dem Ziel des Sammlers Röbi Weiss, seine Sammlung zum Kern einer permanenten Ausstellung und damit dauerhaft einem brei­ten Publikum zugänglich zu machen.

Für das Projekt 1 setzte sich das Team wie folgt zusammen:

Theodor Klossner: Partner E.M.S. AG, Initiant des Projektes, Stiftungspräsident SCGA Stiftung

Robert M. Blancpain: Leiter Wirtschaftsförderung der Stadt Zürich, Stiftungsrat SCGA Stiftung

Robert Weiss: Besitzer der Sammlung Weiss, selbständiger ICT-Consultant, Stiftungsrat SCGA Stiftung

Michael Beck: CEO ViewTec Ltd, Beirat SCGA Stiftung

Dieter Herzmann: Geschäftsleiter Topix AG, Stiftungsrat SCGA Stiftung

Jean-Christophe Junod: Geschäftsleiter der visucom, communication design, Beirat SCGA Stiftung

Projekt 1

Museum Grossraum Zürich
2006

Eine Idee entsteht.

Hinter Avenirlnnovation steht eine Gruppe unterschiedlicher Akteure (Stiftung SCGA, Wirtschaftsförderung der Stadt Zürich, Technologiewirtschaft). Sie alle möchten einen «Ort» für technologische Innovation schaffen, der mehrere Ziele hat:

  • Vermittlung und Zugang speziell der Jugend zum Themenkomplex Innovation

  • Faszination einer breiten Öffentlichkeit für die Thematik

  • Forum für Wissenschaft und Fachleute

  • Kapitalisierung einer historischen Sammlung zur Geschichte der ICT

Es scheitert an der Finazierung

Der Businessplan umfasste einmalige Kosten von 12 Mio (in bestehendem Gebäude) und die jährlichen Betriebskosten wurden mit 3.9 Mio (mit 25 Vollzeitstellen) veranschlagt.
Es wurden mit jährlichen Einnahmen von 1.5 Mio (Besucher, Events usw.) bei 100'000 Besucher pro Jahr gerechnet.

Die wichtigsten Erkenntnisse waren schlussendlich: jährlicher Betriebsverlust 2 Mio, finanzielle Unterdeckung pro Jahr 4.5 Mio und Drittmittelbedarf (für Betrieb von 5 jähren) 23 Mio

Projekt 2

Verkehrshaus Luzern
2009

COMPUTERMUSEUM Schweiz
THE INVISIBLE BRAIN
...von der Zahl zur künstlichen Intelligenz

In Zusammenarbeit mit der Zürcher Firma COS AG und dem Verkehrshaus Luzern wurde ein neues Projekt ausgearbeitet, für das Kellerräumlichkeiten in der Halle Aviatik mit einer Fläche von rund 400 m² oder mehr als Standort vorgesehen waren. Es scheiterte jedoch an der Finanzierung: Das Budget umfasste einmalige Kosten von 2 Millionen Franken, die jährlichen Betriebskosten wurden mit 400 000 Franken veranschlagt.

Das Verkehrshaus hätte die Ausstellungsfläche – ohne Anrechnung des zusätzlichen Attraktivitätswerts – vermietet, zusätzlich wären aber auch die Umbaukosten (unter anderem wegen Wassereinfall bei Hochwasser) zu tragen gewesen. Letztlich erwies sich das Risiko als zu gross, da die gesamten Kosten über Sponsoring hätten gedeckt werden müssen – ein äusserst anspruchsvolles Unterfangen.