Ein Hochgefühl war es für mich stets, anderen Menschen den Computer und seine Anwendungen verständlich, interessant und mit einer Prise Humor näherzubringen.

Camps - auch auf dem Schiff, auf dem Surfbrett oder in der Hotelküche

Ab 1984 wurde der PC in der Schweiz dank seines Einsatzes im Büro – und nicht mehr nur zu Hause – immer populärer, blieb für die breite Öffentlichkeit jedoch ein weitgehend unbekanntes Gerät. Ausbildungskurse, Schulungen und Seminare schossen wie Pilze aus dem Boden. Dass man den PC auch auf spielerische Weise näherbringen konnte, zeigte sich insbesondere durch Camps, bei denen ein sinnvoller und abwechslungsreicher Mix aus Kurs und Unterhaltung gefunden werden musste.

So organisierte die Redaktion der Sendung «Karussell» 1984 das erste Computercamp in der Schweiz. Es folgten insgesamt 14 weitere Camps mit ganz unterschiedlichem Publikum und Rahmenprogramm, bei denen ich jeweils den Computerkursteil konzipierte und mit tatkräftiger Unterstützung engagierter Helfer durchführte. Auch die begleitenden Aktivitäten gestaltete ich mit, damit der Spassfaktor nie zu kurz kam.

1984: Karussell-Computercamp

Im Frühling 1984 (9.–14. April) organisierten wir in Wildhaus das erste Computercamp für Jugendliche in der Schweiz. In Zusammenarbeit mit der Vorabendsendung «Karussell» führten Robert Koch und ich rund 40 Mädchen und Buben im Alter von 8 bis 14 Jahren aus der ganzen Schweiz während einer Woche auf spielerische Weise in die Welt des Computers (Commodore C64) ein. Täglich wurde live aus dem Camp im Schweizer Fernsehen berichtet, und zahlreiche prominente Gäste unterstützten uns dabei, den Kindern ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten.

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TV-Live-Sendungen

Tag 1 und 2: 10.4.1984
Tag 3: 11.4.1984
Tag 4: 12.4.1984
Tag 5: 13.4.1984

Camp-Film 10.5.1984 (40 Minuten)

Wochenprogramm (Koch/Weiss)
TV-Ankündigungen
Medienberichte
Danksagungen
Bericht Microcomuputer
Interview Aargauer Tagblatt

1985: Camp im 1. Zürcher-Sport-Ferienlager

Im Herbst 1985 (13.–19. Oktober) organisierte das Sportamt der Stadt Zürich in Fiesch das 1. Zürcher Sport-Ferienlager mit 710 Teilnehmenden und 150 Helferinnen und Helfern. Das Programm umfasste am Morgen 26 sportliche Aktivitäten, am Nachmittag 19 Kontrastprogramme sowie 27 Schnupperkurse.

Im Rahmen der Kontrastprogramme wurde auch ein Computerkurs angeboten – einerseits auf IBM-PCs (betreut von vier IBM-Mitarbeitenden), andererseits auf Macintosh-Systemen. Ich leitete und gestaltete den Kurs an den Apple-Computern, unterstützt von meinen Kindern als Assistenten sowie Mitarbeitenden von MacHenry. Ziel war die tägliche Produktion einer Lagerzeitung mit den Desktop-Publishing-Möglichkeiten auf den Macintosh-Rechnern.

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Programm, Crew
Lagerzeitung
Medienberichte

1987 und 1988: Surfen und Computer am Comersee

Der Frühling 1987 brachte frischen Wind – im wahrsten Sinne des Wortes. Vom 12. bis 18. April traf sich am Comersee in Pianello eine bunte Gruppe von Surfbegeisterten und Computerfans zum allerersten Surf-Computer-Camp. Austragungsort war die Villa des Segelclubs Como, organisiert wurde das Abenteuer von der Windsurf Association Switzerland (WAS). Mit dabei waren erfahrene Surfgrössen wie Hildi Marty und die Familie Avedik, die das Camp mit viel Engagement und Herzblut begleiteten.

Das Motto war ebenso einfach wie genial: „Wind = Surfen, kein Wind = PC-Kurs.“ Wenn der See ruhig dalag, wurden in der Villa portable Ericsson-PCs aufgeklappt – damals eine kleine Sensation. Sobald der Wind aufzog, waren alle auf den Brettern, draußen auf den Wellen. Zwischendurch gab es Wasserski, Segelausflüge und fröhliche Abende in geselliger Runde. Die Stimmung war locker, unbeschwert und voller Aufbruchsgeist – typisch für dieses Jahrzehnt, in dem Technik und Abenteuerlust Hand in Hand gingen.

Das Echo war überwältigend: Das Camp wurde zum Gesprächsthema weit über den Comer See hinaus. Kein Wunder also, dass es 1988, vom 10. bis 18. April, mit derselben Crew noch einmal stattfand – und erneut für unvergessliche Momente sorgte.

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Ausschreibung erstes Camp

1987: 1. Manager-Mac-Kurs auf dem Luxus-Segelschiff Colombaio

1987 wagten die Zeitschrift BILANZ und die Colombaio Segelkreuzfahrten AG ein neuartiges Experiment: Weiterbildung auf hoher See. Zu Promotionszwecken organisierten sie einen Computerkurs auf der Luxus-Segeljacht Colombaio – ein Konzept, das Business, Bildung und Erholung auf eindrucksvolle Weise verband.

Die einwöchige Kreuzfahrt führte vom 30. August bis 5. September 1987 von Venedig nach Korfu. Unter idealen Wetterbedingungen erwartete die Teilnehmenden eine Mischung aus entspanntem Segeln, kulinarischem Hochgenuss und technologischem Aufbruch.

An Bord waren vier Topmanager aus Schweizer Unternehmen und Beratungsfirmen sowie zwei Begleitpersonen. Im Mittelpunkt stand ein Einführungskurs in die Welt der Macintosh-Computer, der erste Einblicke in die damals noch junge Ära der grafischen Benutzeroberflächen gewährte.

Die Kombination aus mediterraner Gelassenheit und moderner Technologie kam gut an – ein früher Vorläufer dessen, was man heute wohl als „Floating Executive Education“ bezeichnen würde

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1988: 2. Colombiao-Segeltörn in der Karibik

Nach dem Erfolg des ersten Segel-Camps auf der Colombaio setzte die Zeitschrift BILANZ 1988 noch eins drauf: ein zweites Computer-Segelcamp, diesmal in der Karibik. Vom 29. Februar bis 4. März 1988 führte der Törn von St. Vincent über die faszinierenden Tobago Cays nach Martinique – durch eines der schönsten Segelreviere der Welt.

Mit an Bord waren vier Teilnehmende, die inmitten tropischer Kulissen nicht nur Sonne und Meer genossen, sondern auch an einem intensiven Computerkurs teilnahmen. Das Programm verband Praxisnähe mit Urlaubsstimmung: Tauchen, Schnorcheln, Segeln, Tanzen mit Bordband, Landausflüge und natürlich kulinarische Genüsse sorgten für die perfekte Balance zwischen Lernen und Lebensfreude.

Höhepunkt der Woche war das traditionelle Kapitänsdinner, das in bester Stimmung gefeiert wurde. Als augenzwinkernde „Abschlussarbeit“ erstellten die Teilnehmenden eine Excel-Tabelle – mit einer detaillierten, wenn auch „nicht ganz vorbildlichen“ Alkoholstatistik. Ein humorvolles Ende einer Reise, die zeigt, wie inspirierend Weiterbildung in exotischem Ambiente sein kann.

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Dokumentation

1988: Ausbildungscamps für ZKB-Lehrlinge

In den späten 1980er-Jahren entdeckte auch die Zürcher Kantonalbank (ZKB) die Faszination des digitalen Lernens. Unter meiner Leitung organisierte die Ausbildungsabteilung drei Computer-Camps für die rund 120 Jahrgangs-Lehrlinge: vom 10. bis 14. Oktober 1988, vom 17. bis 21. Oktober 1988 und später nochmals vom 1. bis 5. April 1991. Austragungsort war das ZKB-Hauptgebäude Hard, das sich in diesen Wochen in ein lebhaftes Lernzentrum verwandelte.

Mit Unterstützung zahlreicher engagierter Helferinnen und Helfer entstanden abwechslungsreiche, praxisnahe Schulungswochen, in denen spielerisches Lernen und Teamgeist im Vordergrund standen.

Für besondere Begeisterung sorgte der sportliche Höhepunkt: ein „olympischer Zehnkampf am Computer“, bei dem alle zehn Disziplinen auf dem PC – allein per Tastatureingabe – absolviert werden mussten. Geschicklichkeit, Reaktionsvermögen und Humor waren dabei ebenso gefragt wie sportlicher Ehrgeiz.

Der Mix aus Technik, Wettkampf und Gemeinschaft machte die Camps zu einem vollen Erfolg – und zu einem frühen Beispiel für kreatives digitales Lernen in der betrieblichen Ausbildung.

1989: 3. Colombiao-Camp in der Karibik

Vom 22. bis 28. Januar 1989 hieß es erneut „Leinen los“ zur dritten Ausgabe des 3. Computercamps auf der Traumyacht Colombaio. Der Start erfolgte diesmal auf Grenada, wohin die Teilnehmenden – auf Umwegen über London und St. Vincent – mit einem Tag Verspätung und reichlich Abenteuererfahrung gelangten.

Die geplante Kursfahrt führte über zahlreiche Inseln zurück nach St. Vincent, bot traumhafte Segelmomente, aber auch einige Herausforderungen. Ein technischer Defekt machte einen ungeplanten Zwischenflug nach St. Lucia notwendig – sehr zum Missfallen der acht zahlenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer, von denen viele aus meinem Freundeskreis stammten.

Trotz aller Widrigkeiten fand auch dieses Camp seinen heiteren Abschluss: Zum Kursende erhielten die Teilnehmenden die Aufgabe, eine Excel-Tabelle zur Ermittlung des wöchentlichen Alkoholkonsums zu erstellen – eine Übung, die mit einer guten Portion Selbstironie und Gemeinschaftsgeist gemeistert wurde.

Damit bewies das dritte Colombaio-Camp, dass auch kleine Krisen zu grossen Geschichten werden können – besonders, wenn Technik, Teamgeist und tropische Sonne aufeinandertreffen.

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Dokumentation

1990: 4. Colombiao-Camp im Mittelmeer

Als Ausgleich für die technischen Pannen während der dritten Colombaio-Reise im Jahr 1989 lud der Veranstalter die damaligen Teilnehmer im Herbst 1990 zu einer Gratisreise von Split nach Venedig ein. Der einwöchige Törn, der vom 6. bis 13. Oktober 1990 stattfand, sollte zum versöhnlichen Abschluss einer abenteuerreichen Camp-Serie werden.

Da sich nicht alle früheren Teilnehmer anschließen konnten, wurde ein neues Team zusammengestellt. An Bord entwickelte sich eine ausgesprochen freundschaftliche und sportliche Atmosphäre, die in einem heiteren „Duell“ mit der holländischen Bootsmannschaft gipfelte – mit teilweise völlig neuen und improvisierten Disziplinen (siehe Matchbericht).

Nur ein Punkt sorgte am Ende für leicht getrübte Gesichter: die Schlussrechnung über 2 454 Franken für alkoholische Getränke, die kurzzeitig für Gesprächsstoff sorgte. Doch die gute Stimmung überdauerte auch dieses Detail – das Camp blieb als harmonischer und humorvoller Abschluss dieser außergewöhnlichen Segel-Episode in Erinnerung

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Dokumentation mit Matchbericht

1990: Das Kind-Mutter-Camp in Magliaso

Im Sommer 1990 entdeckte auch die Zeitschrift Blick für die Frau das Potenzial der neuen Computerwelt – und richtete vom 13. bis 17. August 1990 in Magliaso (TI) ein Computer-Camp für Kinder zwischen 11 und 13 Jahren aus. Ziel war es, jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern spielerisch den Zugang zur modernen Technik zu eröffnen.

Begleitet von zwölf Müttern stürzten sich 17 Kinder in ein abwechslungsreiches und liebevoll gestaltetes Wochenprogramm, das Neugier, Kreativität und Gemeinschaft förderte. Im Mittelpunkt stand das praktische Kennenlernen der Computer und ihrer Möglichkeiten – vom Schreiben und Gestalten bis hin zum einfachen Programmieren.

Das eindrucksvolle Resultat ließ sich am Schlusstag bewundern: eine 25-seitige Lagerzeitung, randvoll mit Texten, Bildern, Rätseln und kleinen Reportagen – alles von den Teilnehmenden selbst erstellt.

Damit wurde das Magliaso-Camp zu einem Vorzeigebeispiel dafür, wie erfolgreich Technikbegeisterung und pädagogische Fantasie verbunden werden können.

 Ausschreibung im Blick für die Frau
Beitrag im Blick
Programm
Dankschreiben
Lagerzeitung als PDF (Geduld)
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1995: Computer und Kochen für Frauen in Davos

Das Lifestylemagazin Bolero hatte im Bolero Extra vom 1.9.95 zum Thema Computer eine Informatikwoche in Davos vom 15. bis zum 21. Oktober ausgeschrieben. Die Leitung wurde mir, als Bolero-Computer-Extra-Berater und Buchautor übertragen. Als Lokalität wurde das kleine Erstklasshotel "Davoserhof" ausgewählt. Das Programm umfasste am Morgen jeweils eine Kursdauer von 3 Stunden und am Nachmittag soll dann das Abendessen selber zubereitet werden. Heidi und Paul Petzold als Hotelbetreiber standen hinter diesem interessanten Projekt und der Spitzenkoch Kurt Jausin (Damals 16 Gault Millau-Punkte) war für das Nachmittagsprogramm zuständig. Acht Frauen meldeten sich für diese, nicht ganz kostengünstige Informatikwoche an .

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Teilnehmerliste

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